Während der Technikerausbildung steht im Lehrplan auch "additive Fertigung", welches auch den Umgang mit dem 3D-Drucker und der Herstellung der entsprechenden Zeichnungen beinhalten.
Aber auch Wissen um das Material und die idealen Einstellungen der Drucker sind neben der Konstruktion von Bedeutung.
So hat Herr Jalanesh mit der WFSM24 zunächst die Grundlagen anhand einfacher konstruktiver Aufgaben, begleitet von selbsterstellten Lernvideos, vermittelt. Eine Vertiefung des Wissens sowie der Aufbau von Mut und Vertrauen in die eigenen konstruktiven Entscheidungen erfolgten durch Einzel- und Gruppenprojekte.
Zunächst begannen die Schüler damit, ihre Kreativität im kleinen Rahmen an einem personalisierten Einkaufschip umzusetzen. Von der Designübung ging es nun über zu Belastungsuntersuchungen. Diese erfolgten an eigens hergestellten Karabinerhaken, die einer möglichst hohen statischen Belastung standhalten sollten. Die Techniker testeten ihre Modelle während der Optimierungsphase häufig im Fitnessstudio. In diesem Projekt wurde deutlich, dass neben dem Design auch die Druckereinstellungen einen wesentlichen Einfluss auf die Belastbarkeit der Karabinerhaken haben.
Einen weiteren Schritt in Richtung größerer Projekte stellte die Konstruktion und Fertigung eines individualisierten Flaschenöffners für Kipp- und Drehverschlüsse dar. Die Schüler konnten – aufbauend auf den Erfahrungen aus den vorherigen Projekten – die Qualität ihrer Flaschenöffner in der Praxis erproben.
Ein komplexeres Projekt, welches bereits in Richtung Autokonstruktion ging, war ein kleiner sogenannter Firefighter, welcher mindestens drei Meter überwinden sollte und am Ende ein Teelicht löschen sollte.
Hier lernten die Schüler bereits viel über Antriebe und Übersetzung etc. welche Einfluss z.B. auf Kraftübertragung und Schnelligkeit hat.
Die Krönung war ein von der gesamten Klasse geplantes Gokart in "Lebensgröße", welches größtenteils aus 3D-Druckteilen und recyceltem Material bestehen sollte, um die Kosten möglichst gering zu halten.
So war die Grundplatte ein alter Schreibtisch, die Sitzerhöhung eine Bierkiste und die Bauteile waren z.T. in "Regenbogenfarben", weil die Schüler PLA (der Druckwerkstoff, der in den 3D-Drucker gehört) aus Resten zusammengefügt haben, um noch den letzten Rest einer Rolle zu verwenden.
Weiteres Material wurde zudem gesponsert.
Das Projekt hat die Schüler viel Energie und Freizeit gekostet, aber auch ein tolles Ergebnis hervorgebracht, auf welches sie mit Recht stolz sein können.
Zusammen mit der HAZ wurde es dann getestet und vorgestellt.
Herr Jalanesh fuhr einige Meter durch die Pausenhalle, bis der Akkubohrer, der als Antrieb dient, "seinen Geist aufgab".
Dies wurde natürlich wieder behoben und so konnte sowohl Frau Wilken das Gefährt ausprobieren, als auch ein ganz toller Film über das Auto gemacht werden. Hier sieht man Dreharbeiten. Jens Gramann hat dann alles zu einem "Meisterwerk" zusammengefügt.
Jens:
Ein Wahnsinnsprojekt, dass für Zusammenhalt und Kompetenzerwerb gleichermaßen gesorgt hat.
Im Rückblick würden die Schüler noch diverse Verbesserungen an der Konstruktion vornehmen. Dies sollen nun weitere Jahrgänge übernehmen.
In diesem Ebook bekommt man einen kleinen bildlichen Eindruck von der Premiere, dem Zeitungsartikel und von den Videos zum Projekt.
[jal/gök]